Ein Hirschkäfermeiler als gezielte Artenschutzmaßnahme
Da Totholz -Vorkommen (Nahrung für den auf der roten Liste stehenden Käfer) im Wirtschaftswald immer seltener werden, fehlt dem Käfer vielerorts geeigneter Lebensraum. Deshalb wurde ein Hirschkäfermeiler auf dem Alten Holzplatz errichtet. Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Jugendlicher erstellte Benno Schonhöft (Mitglied in der NABU Damme) diesen Meiler. 

Er besteht aus Abschnitten von Eichenstämmen, die pyramidenförmig in einer etwa einen halben Meter tiefen Bodengrube aufgestellt wurden. Die Zwischenräume der Holzabschnitte wurden mit Eichen-Sägemehl ausgefüllt. Mit Hilfe von Pilzen zersetzt sich das Holz langsam und wird somit attraktiv für die Eiablage der Hirschkäfer. Die Larve entwickelt sich über fünf bis acht Jahre im zersetzenden Holz, bis der erwachsene Käfer schlüpfen kann. Dabei ist die Anlage des Meilers am stärker besonnten Südhang zur Wärmeentwicklung von Bedeutung. Der Schlupf der Käfer erfolgt von Mai bis Juli. Diese sind auf sogenannte »Saft-Leckstellen« angewiesen. Sie finden sich an alten Eichen, deren Rinde durch äußere Einflüsse (zum Beispiel Blitzschlag oder Frostriss) “blutende” Stellen aufweist. An diesen Stellen treffen sich Männchen und Weibchen zur Nahrungsaufnahme und zur Paarung. 

Auf einer Informationstafel, die neben dem Meiler errichtet wurde, erhält man weitere Informationen über den Lebensraum. Diese Info-Tafel wurde vom Zimmermann Bernhard Kramer in altbewährter Weise hergestellt.